BNE-Journal: Bionade: Leben und Arbeiten im Biosphärenreservat

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Online-Magazin "Bildung für nachhaltige Entwicklung"




Bionade: Leben und Arbeiten im Biosphärenreservat

BildanfangProjektbericht_Bionade© BionadeBildende

von Christian Zepf

Das "Unternehmen Biosphärenreservat" des Familienunternehmens Bionade ist Offizielles Projekt der "UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung". Die Firma hat ihren Sitz im bayerischen Teil des Biosphärenreservats Rhön. Bionade zeigt mit dem Projekt, wie Leben und Arbeiten an einem solchen Ort funktioniert, ohne den Einklang von Mensch, Natur und Umwelt zu stören.

9.30 Uhr, Drei-Länder-Eck Bayern, Hessen, Thüringen

BildanfangProjektbericht_Bionade 3© BionadeBildende

15 Teilnehmer warten vor dem Eingangsbereich des Schwarzen Moors im Biosphärenreservat Rhön, gespannt darauf, was das Moor zu bieten hat. Bevor die Wanderung über den Holzbohlenweg losgeht, begrüßt sie der Bionade-Scout Rüdiger Omert und erklärt den Teilnehmern das Tagesprogramm und ihre Aufgaben: "Seien Sie aufmerksam mit allen Sinnen." Das Programm "Unternehmen Biosphärenreservat" möchte bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Wertschätzung und das Bewusstsein für das Miteinander von Mensch, Natur und Umwelt stärken. Bionade hat es entwickelt, um Wissen über die Zusammenhänge von ökologischem, ökonomischem und sozialem Handeln konkret erfahrbar zu machen. Dahinter steht der Gedanke, dass mündige Bürger aufgrund ihres Wissens über die Dinge, Zusammenhänge oder Hintergründe Entscheidungen für eine nachhaltige Entwicklung zum Wohle aller treffen. Deshalb arbeitet Bionade seit 2009 mit dem bayerischen Biosphärenreservat zusammen. Gemeinsam vermitteln sie, was hinter Ausdrücken wie Kern- und Entwicklungszone eines Biosphärenreservates steckt und wie die Wechselwirkungen und Zusammenhänge zwischen naturbelassenem Schutzgebiet und dem Einfluss des Menschen auf die Natur aussehen. Startpunkt des Erlebnistages ist das Schwarze Moor, die Kernzone des Reservates: Hier ist die Natur einfach Natur, der Mensch ist Gast.

13.30 Uhr, Ostheim, Bio-Landbau Rhön

BildanfangProjektbericht_Bionade_Logo© BionadeBildende

Ein Imbiss und die 30-minütige Fahrt haben die Teilnehmer ausruhen lassen. Nun sind sie fit zu erfahren, wie nachhaltige Landwirtschaft in der Entwicklungszone des Biosphärenreservates aussieht. Auf den Anbauflächen des Bio-Landwirtes Martin Ritter entdecken sie jede Menge Tiere. "Glücklicherweise sitzen die Läuse lieber auf den Blumen als auf den Bäumen, seitdem wir Wiesenblumen und Kräuter dazwischen gepflanzt haben", verrät Ritter. Er baut für Bionade Holunder und Braugerste an. Das Unternehmen kann so einen Großteil der Rohstoffe aus der Region beziehen – die Vorteile sind auch den neugierigen Teilnehmern sofort klar: Kurze Wege, sichere Bioqualität, Stärkung der Region.

14.30 Uhr, Betriebserkundung bei Bionade

BildanfangProjektbericht_Bionade 2© BionadeBildende

Nachdem die Teilnehmer unter anderem in den Braukessel geschaut haben, zieht Rüdiger Omert den Bogen vom Biosphärenreservat bis hin zu bewusster Ernährung – damit hat alles Gesehene für die Teilnehmer einen konkreten Bezug zu ihnen selbst. Sie können sich nun vorstellen, was Peter Kowalsky, Geschäftsführer bei Bionade, meint, wenn er sagt: "Ich glaub, dass es möglich ist, mit Anstand Geld zu verdienen: Anstand gegenüber der Natur, der Umwelt, den Mitarbeitern und sich selbst."

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