Medienpartnerschaft zur UNESCO-Weltkonferenz 2009 und Learning by Ear Programm
Von Katja Römer, Jan Scholz und Susanne Fuchs
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Anlässlich der UNESCO-Weltkonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung – Startschuss für die zweite Halbzeit der UN-Dekade, haben die Deutsche Welle und die Deutsche UNESCO-Kommission eine Medienpartnerschaft abgeschlossen. Die Konferenz wird von der UNESCO und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission vom 31. März bis 2. April 2009 in Bonn ausgerichtet.
Im Rahmen der Medienpartnerschaft wird die Deutsche Welle Audio- und Videobeiträge produzieren, in denen Personen aus aller Welt kurze Statements zur Relevanz von Bildung für nachhaltige Entwicklung für sie persönlich abgeben. Die Präsentation dieser Stimmen während der Konferenz soll die Diskussionen der Konferenzteilnehmer anregen und bereichern.
Ein wichtiger Bestandteil der Medienpartnerschaft ist außerdem die Einbindung des Programms "Learning by Ear" in die Weltkonferenz. Das Radio-Bildungsprogramm der Deutschen Welle für die Region Afrika greift Themen der nachhaltigen Entwicklung in spielerischer Weise auf. Es soll als ein Beispiel guter Praxis im Bereich des informellen Lernens auf der Weltkonferenz präsentiert werden.
Weitere Informationen zur Weltkonferenz
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Im folgenden Teil stellen Ihnen Jan Scholz und Susanne Fuchs das Learning by Ear-Programm der Deutschen Welle im Einzelnen vor:
Multimediale und unterhaltsame Bildungsprogramme für junge Menschen in Afrika anbieten – das ist das Ziel des Deutsche Welle Projekts Learning by Ear. Mit Unterstützung der "Aktion Afrika" des Auswärtigen Amts und vielen Partnern vor Ort produziert der deutsche Auslandssender Radionovelas, Reportagen und Portraits. Dabei geht es um Themen wie Politische Partizipation, Globalisierung, Gesundheit, Umwelt und Gleichberechtigung. So unter-schiedlich die Formate auch sind, eines haben alle Serien gemein: Sie sind nah am Alltag der Jugendlichen. Fast alle Stücke stammen von afrikanischen Autoren und werden vor Ort aufgenommen.
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© Deutsche WelleBildende
"Mir haben die Radio-Soaps sehr gut gefallen, vor allem die über HIV/AIDS. Diese Dinge passieren auch hier. Die Mütter haben Angst davor, mit ihren Töchtern über Sexualität zu sprechen. Danke für Eure Arbeit!" Über solche Rückmeldungen junger Hörerinnen und Hörer aus Afrika, wie hier von Diamantino Maria da Silva aus Guinea-Bissau, freuen sich die Mitarbeiter des Learning by Ear Teams in der Bonner Zentrale der Deutschen Welle besonders. Sie zeigen, dass das innovative Distance-Learning-Programm, das im Mai dieses Jahres erstmals auf Sendung ging, schon nach kurzer Zeit eine große Fangemeinde bei afrikanischen Jugendlichen gefunden hat.
Ein wichtiger Erfolgsgrund ist dabei, dass alle Serien ohne den erhobenen Zeige-finger auskommen und nah an der Lebenswirklichkeit der jungen Menschen in Afrika sind. "Wir können als Auslandsrundfunk nur Erfolg haben, wenn wir mit unseren Programmen nicht über die Köpfe der Hörerinnen und Hörer hinweg reden. Deshalb haben wir bei Learning by Ear darauf geachtet, dass das Projekt vor Ort verankert ist", betont Ute Schaeffer, Leiterin der Afrika/Nahost-Programme der Deutschen Welle.Bildanfang
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Bis Jahresende werden in allen Projektsprachen – Englisch, Französisch, Portu-giesisch, Kisuaheli, Amharisch und Hausa – über 6000 Erstsendeminuten Learning by Ear zur Verfügung stehen. Es werden alle Distributionswege der Deutschen Welle genutzt: Über Kurzwelle, Satellit und rund 200 UKW-Partnersender vor Ort werden die Programme ausgestrahlt. Zusätzlich begleitet ein umfangreicher, multimedialer Internet-Auftritt das Projekt. Hier können die einzelnen Folgen nicht nur her-untergeladen und Zusatzinformationen abgerufen werden. Die Seite bietet auch zahlreiche Interaktionsmöglichkeiten wie Umfragen, Quiz-Elemente und Feedback-Kanäle.
Mit Learning by Ear können junge Hörerinnen und Hörer zwischen 12 und 20 Jahren ihre vorhandenen Kenntnisse erweitern, indem sie sich hintergründiges und gleichzeitig alltagstaugliches Wissen aneignen. Vor allem sollen sie dabei Spaß am Zuhören haben und Lust bekommen, selbst aktiv zu werden. Learning by Ear erreicht eine aktive, dynamische und wissbegierige afrikanische Jungend, die eigene Wege und Lösungen findet.
Schule und Unterricht kann das Distance-Learning Programm damit selbstverständlich nicht ersetzen, aber es kann wirkungsvoll wichtige Bildungsinhalte ausbauen und für lebenslanges Lernen begeistern. Viele Inhalte lassen sich hervorragend im Schulunterricht einsetzen, denn die Sendungen schaffen die Basis für einen konstruktiven Austausch im Klassenraum. Deshalb sollen bestehende Partnerschaften und Kooperationen mit Schulnetzwerken – wie beispielsweise mit den UNESCO-Projektschulen in Afrika – gefestigt und ausgebaut werden. Mourtala Saidou, eine junge Hörerin aus Niger bringt es auf den Punkt: "Das Programm zeigt, dass Bildung nicht nur in der Schule und zu Hause stattfinden kann – nein, auch eine Rundfunksendung kann einer Gesellschaft Bildung vermitteln!"
Mehr Informationen zum Learning by Ear Programm
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